| uweilen
beginnen wir auf einer tiefen Ebene zu zweifeln, ob es uns wirklich
zusteht, hier auf der Welt zu sein. In dieser Seelenlage sind wir
geneigt, materiellen Dingen mehr Wert zu geben, als ihnen zusteht,
weil es uns scheint, als könnten sie uns Halt geben.
Das Silberblatt hilft uns, einen Ausgleich zu finden,
zwischen der berechtigten Aufmerksamkeit für die Belange der
greifbaren Welt, und unserer geistigen Ausrichtung, aus der Sinn
in unserem Leben kommt.
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| as
Einjährige Silberblatt (Lunaria annua ) stammt aus Südosteuropa,
ist aber als Garten-zierpflanze so verbreitet, dass es auch immer
wieder verwildert gefunden werden kann; es bevorzugt dabei halbschattige
Stellen mit Feuchtigkeit im Boden, gerne sind das Wald-ränder.
Die Pflanze bildet im ersten Jahr eine kräftige Rosette fester
Blätter, im zweiten Jahr erscheint im Frühjahr (März
bis April9) schnell der Blütenstand mit den lila Kreuzblüten.
Bei der Reife
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der
Früchte bilden sich silberweiße durchschein-ende kreisrunde
Schötchen, die jahrelang haltbar sind und der Pflanze den Namen
gegeben haben. Sie werden als Bestandteil von Trockensträußen
verwendet. Nah verwandt ist das einheimische Ausdauernde Silberblatt
(Lunaria rediviva) feuchten Bergwäldern, dessen Schötchen
elliptisch-lanzettlich geformt sind.
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| ericht
von Sabine E. vom 06.04.97:
„Bei...der ersten Kontaktaufnahme am 1.4.97 habe ich eine
Weile vor der Pflanze gesessen und dachte soeben, daß keine
Botschaft zu erwarten sei. plötzlich packte mich ein starkes
Verlangen, irgendein materieller Wunsch, und ich meinte, diesem
sofort nachgeben zu müssen. Nachdem ich das nicht tat, spürte
ich ein e feine spirituelle Energie von der Pflanze ausgehen, gleichzeitig
aber auch so etwas wie eine Mahnung und eine tiefe Ernsthaftigkeit.
Am 2.04.97 ging es mir
ähnlich. Diesmal ver-suchte mich mein Sohn Simon durch Schreien
von der Pflanze wegzuholen, weil er etwas haben wollte. Es gelang
mir, mich auf die Energie der Pflanze einzustellen und sein Geschrei
ließ nach. Dennoch hatte ich noch tagelang Beschwerden in
der rechten Schulter, die das Verlangen nach Ersatzbefriedigung
im Außen bewirkt hat.
In den nächsten Tagen lasse ich den Wunsch nach Herstellung
der Essenz los, weil ich damit nicht ins gleiche Fahrwasser, der
Gier nach Besitz, hineingelangen möchte. Ich denke über
den Namen der pflanze nach. "Judaspfennig", und wie wir
gerade in der heutigen Zeit geneigt sind, aufgrund der vielen Verlockungen,
die unsere Wohlstandsgesellschaft für uns bereithält,
unsere Seele zu verkaufen. Auch der Karfreitag mit seinen mahnenden,
sehr ernsthaften Erinner-ungen an das historische Ereignis
vom Verräter
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Judas
scheint gut zu der Pflanze zu passen.(...)Die erlösende Energie
scheint mir in einer klaren, beobachtenden Geisteshaltung zu liegen,
die mich tief zu mir selbst und in meine Mitte führt. Hier
erfahre ich so etwas wie spirituelle Sicherheit und Fundament. Am
Sonntag, dem 6.04.97 träumte ich morgens von schönem Wetter.
Beim Aufwachen schien tatsächlich strahlend die Sonne, allerdings
war es sehr kalt. Da es sehr spät war, machte ich mich sofort
ans Auskochen der Flaschen.
Es waren inzwischen weitere Pflanzen aufge-blüht. Mehrere Stellen
im Garten waren üppig bewachsen. mir wurde bewußt, daß
ich schon häufig Blätter im Winter als Kaninchenfutter
gerupft und dabei manchmal versehentlich eine ganze Pflanze ausriß,
da sie nicht sehr tief zu wurzeln scheinen.
Im Hintergrund hörte ich Kirchenglocken, was sich einerseits
religiös, andererseits etwas tragisch und schwer anhörte.
(Ganz anders als das leichte Läuten bei der Glockenblume.)
Die Blüten schauten etwas mahnend drein, beim Pflücken
fühlte ich mich leicht, bewußt und frei. der Geruch war
frühlingshaft lieblich. Beim Kochen gaben die Blüten ihre
Farbe an das Wasser ab, das bläulich - lila gefärbt wurde.
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